Trainingstagebuch KW 20/21

Es gibt im Läuferleben Höhen und Tiefen. Ungeduld wird bestraft, wie auch Geduld belohnt wird. Das Bedeutet einerseits Zurückhaltung und Gefühl für den eigenen Körper, andererseits aber auch Konsistenz und Durchhaltewillen. Im Moment habe ich hier noch nicht die richtige Balance gefunden. Hartes Training, wie ich es früher getrieben habe, ist im Moment noch nicht wirklich drin, wie mein kleiner Meltdown von KW 19/20 gezeigt hat. Dennoch hat der hier behandelte Zeitraum mit einem ziemlich coolen Ultra durchaus seine Höhen gehabt.

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Cat Content #27: Happy Aua – Bielefeld-Münster

Mehr als zwei Jahre ist es schon her, da sind Jan, Matthias und ich von Münster nach Bielefeld gelaufen. Ich erinnere mich dunkel daran, dass Jan und ich uns bereits im Winter eine Fortsetzung im Jahr 2020 vorgenommen hatten. Dazu ist es am vergangenen Freitag gekommen, eher unverhofft und spontan – aber das ist ja für derartige Vorhaben nicht unbedingt schlecht, wenn man nur über ausreichend Erfahrung verfügt. Frei nach dem Motto “Back to Back!” ging es dieses Mal andersherum, nämlich von Bielefeld nach Münster. Wie es uns auf der in weiten Teilen wirklich sehr schönen Strecke ergangen ist, hört ihr am besten im angehängten Tondokument selbst nach. Viel Erfolg!

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Trainingstagebuch KW 18

Was ist das Schöne an einer Regenerationswoche? Auf jeden Fall, dass man sich auch mal zurücklehnen und die Zeit verstreichen lassen kann. Dazu gehört aber auch die Möglichkeit, wegen der verringerten Wochenkilometer mal ordentlich einen rauszuhauen – und natürlich, dass man sich ordentlich den Bauch vollschlagen kann (nicht, dass ich das nicht ohnehin schon täte…). In dieser Woche war ich nur zweimal Laufen. Aber diese Läufe sind irgendwie eskaliert…

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Trainingstagebuch KW 17

Eine schöne Laufwoche liegt hinter mir, erneut mit 80 Kilometern Gesamtlaufleistung. Ich bin sehr zufrieden, damit, habe zum Ende der Woche allerdings auch gemerkt, dass es ein wenig mühsam wurde. Nach drei Belastungswochen ist eine Woche Regeneration angebracht und hochwillkommen.

In dieser Woche habe ich einen einigermaßen fixen 30er absolviert und wieder einmal gemerkt, dass ein Halbmarathon mit richtig Druck sehr gut geeignet sein kann, um einen aufreibenden Arbeitstag abzulegen und den Kopf für den nächsten frei zu machen.

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Cat Content #26: Dieses Köln

80 Kilometer von Wuppertal nach Köln – kann man mal machen. Nachdem ich letztes Jahr leider verhindert war, stand für mich fest, dass nur abgefallene Körperteile oder Todesdrohungen mich von der Teilnahme am Kölntrail würden abhalten können. Drei Wochen vorher habe ich mich beim G1 schon mal gar nicht so schöne 64 Kilometer in der Stadt mit der ollen Kirche akklimatisieren können. Wie es war, könnt Ihr hier auf akustischem Wege nachfühlen.

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Nur noch 16 Stunden weitermachen! – der Mauerweglauf 2019

Als ich ins Ziel lief, starrten meine Klamotten vor Salz. Salz, das ich in den fast 24 Stunden meiner Reise um das ehemalige Westberlin ausgeschwitzt hatte. Es war zwischenzeitlich 27 Grad warm gewesen und ich hatte in der Hitze gelitten. Allerdings war ich da schon so weggetreten und mit mir selbst beschäftigt, dass ich das kaum mitbekam. Ich litt einfach nur noch alles weg, was so an Unbill den Weg entlang kam. Müdigkeit, Verzweiflung, weil ich bei Kilometer 70 eigentlich schon zum Aufgeben bereit war? Leide ich weg. Die Hitze und kraftzehrende Überwindung bei jedem Schritt? Klar doch, ich mache einfach noch ein bisschen weiter. Endlose Geradeaus-Strecken im Süden der Stadt, schon in der Dunkelheit, mit dem Bewusstsein, dass es auch jetzt noch elendig weit war? Ja gut. Nur noch diese paar Schritte. Am Ende waren die letzten Kilometer durch die Straßen von Berlin-Mitte wie der Gang durch ein schwarzes, endloses Labyrinth ohn’ Wiederkehr. Und doch war schließlich, im Morgengrauen des Sonntags, der so fern erscheinende Moment gekommen, an dem es wirklich nur noch ein paar Schritte waren. Ich war ich innerlich genauso verbraucht und gerupft, wie ich aussah. Alles war weg, alles leergefegt, die letzte Energie aufgebraucht. Und dennoch brachte mich dieses Untensein wieder ganz nach oben.

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